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Powie

220.000 $ für 24 Songs

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.. ich war als Kind sozusagen schon kriminell. Da haben wir unsere Kassettenrecorder per Diodenkabel verbunden und aus dem Westradio aufgenommene Musik überspielt. Neben dem politischem Verbot in der DDR auch noch das Musik kopieren :gaga: . Und man müsste die Strafe verdoppeln, denn manchmal haben wir das sogar per Highspeed-Dubbing gemacht [:o]

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Guest

Hätte sie halt nicht die Urheberrechte anderer mit den Füßen treten sollen. Wäre billiger gewesen. Sorry, kein Mitleid.

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Wo ist bei diesem Urteil die Verhältnissmässigkeit. Der Schaden passiert ja nicht dadurch das Sie den Song hat, sondern das sie diesen damit an andere weiterverteilt. Und hier kann ich mir nicht erklären wie man ein Strafmaß bemessen will ohne genaustens zu wissen wie oft an wen welcher Titel weiter verteilt wurde. :wink:

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Guest
Wo ist bei diesem Urteil die Verhältnissmässigkeit.

Da wir nicht wissen, wie oft die Songs runtergeladen wurden, können wir das auch gar nicht beurteilen.


Der Schaden passiert ja nicht dadurch das Sie den Song hat, sondern das sie diesen damit an andere weiterverteilt.

Korrekt. Der Schaden sind entgangene Gewinne der Kläger. Leider wurden keine Aussagen gemacht, ob in der Gesamtsumme auch bereits die Prozesskosten der Gegenseite enthalten sind.


Und hier kann ich mir nicht erklären wie man ein Strafmaß bemessen will ohne genaustens zu wissen wie oft an wen welcher Titel weiter verteilt wurde.

Du weißt doch gar nicht, ob die Anzahl der Downloads unbekannt ist. Woraus schließt Du das?

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Nach dem Urteil muss sie nun je 9250 Dollar Strafe für jeden von insgesamt 24 illegal verbreiteten Songs zahlen. Wäre sie für alle auf ihrem Computer gefundenen mehr als 1700 Downloads zur Kasse geben worden, wäre ein Bußgeld in Millionenhöhe fällig geworden.


Wie kommen die auf diese 9250 Dollar? Ist etwas utopisch für einen Song. Ich denke, da haben die auch die Weiterverteilung und somit den verlorenen Gewinn pro Person, die diesen Song erhalten hat, mit rechnen. Aber das ist trotzdem dann zu viel.


Ich bin der Meinung, dass das zu sehr dramatisiert wird von der Musikindustrie. Einige Richter haben in der letzten Zeit schon viele Anklagen abgeschmettert und die klagenden Musikproduzenten (oder wer da auch klagte von denen) zurecht gewiesen, die gegebenen Rechtsmittel nicht zu sehr zu missbrauchen.


Bei Dealern, die große Sammlungen verticken, wo es also um Geld geht, wäre ich für einen Strafttatbestand. Bei kleinen Leuten, die sich mal ab und an was herunterladen, sollte man sich nicht so hochziehen. Das Problem bei dieser ganzen Sache ist, dass es ins Philosophische geht. Es gab da mal einen Artikel im Spiegel glaub ich, wo das Urheberrecht von einem Präsidenten (Washington glaub ich) angezweifelt wurde. Wo hört einfache Verteilung auf und wo fängt kriminelle Verbreitung an? Was verurteilt man in diesem Zusammenhang alles? (Probehören eines neuen Liedes = strafbar?; Download eines Programmes fürs Austesten = strafbar?).



Grüße

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Man brauch es sich nur mal vergleichen mit Strafen für echte Verbrechen: Diebstahl, Raub, Vergewaltigung, Erpressung, Untreue... Die Strafen dort sind oftmals pillepalle gegen das was in Urheberrechtsprozessen rauskommt. Das man nicht klaut und nicht morded lernt jeder Bürger, aber wer weiss schon noch genau was man in Sachen Urheberrecht darf und was nicht, unsere Jugendlichen werden kriminalisiert, die haben gar keine Ahnung wieso, weshalb, und viele Eltern auch nicht..... Wieviele Songs werden auf dem Schulhof von Walkmanhandy zu Walkmanhandy per Bluetooth getauscht?


... Wäs wäre aus Typen wie Tokio Hotel geworden wenn die Verbreitung über solche Wege nicht stattgefunden hätte?



... In Zukunft wird man den Grashalm auf der Wiese des Bauern nicht mehr fotografieren dürfen ohne eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.

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Original von Powie

Man brauch es sich nur mal vergleichen mit Strafen für echte Verbrechen: Diebstahl, Raub, Vergewaltigung, Erpressung, Untreue... Die Strafen dort sind oftmals pillepalle gegen das was in Urheberrechtsprozessen rauskommt. Das man nicht klaut und nicht morded lernt jeder Bürger, aber wer weiss schon noch genau was man in Sachen Urheberrecht darf und was nicht, unsere Jugendlichen werden kriminalisiert, die haben gar keine Ahnung wieso, weshalb, und viele Eltern auch nicht..... Wieviele Songs werden auf dem Schulhof von Walkmanhandy zu Walkmanhandy per Bluetooth getauscht?


... Wäs wäre aus Typen wie Tokio Hotel geworden wenn die Verbreitung über solche Wege nicht stattgefunden hätte?



... In Zukunft wird man den Grashalm auf der Wiese des Bauern nicht mehr fotografieren dürfen ohne eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.



Du darfst das Foto schon machen, aber nicht weiterverteilen! [:o]


Microsoft wäre ohne Raubkopien (Quersumme sieben ;-) ) auch nicht da wo es jetzt ist!!!

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Guest
Wie kommen die auf diese 9250 Dollar? Ist etwas utopisch für einen Song. Ich denke, da haben die auch die Weiterverteilung und somit den verlorenen Gewinn pro Person, die diesen Song erhalten hat, mit rechnen. Aber das ist trotzdem dann zu viel.

Das sahen die Geschworenen aber anders. Diese werden übrigens zufällig aus allen Wahlberechtigten eines Gerichtsbezirks ausgewählt - sind also keine Wasserträger der Rechteinhaber.


Ich bin der Meinung, dass das zu sehr dramatisiert wird von der Musikindustrie. Einige Richter haben in der letzten Zeit schon viele Anklagen abgeschmettert und die klagenden Musikproduzenten (oder wer da auch klagte von denen) zurecht gewiesen, die gegebenen Rechtsmittel nicht zu sehr zu missbrauchen.

Da Richter, besonders in niedrigeren Instanzen, durchaus sehr unterschiedliche Auslegungen des Rechts machen, bedeutet dies nicht viel. Interessanter wird es, wenn höhere Instanzen - wie hier das BVerfG oder in den USA der Supreme Court - entsprechendes Recht sprechen.


Bei Dealern, die große Sammlungen verticken, wo es also um Geld geht, wäre ich für einen Strafttatbestand.

Es geht auch bei "kleinen" Straftätern um Geld. Anhand der Schwere der Schuld wird auch die Strafe ausfallen - dies ist in den USA auch nicht anders als hier. Der hier verhängte Schadensersatz richtet sich ebenfalls nach der Höhe des Schadens - und wäre bei einem höher bezifferten Schaden auch höher beziffert worden.


Das Problem bei dieser ganzen Sache ist, dass es ins Philosophische geht. Es gab da mal einen Artikel im Spiegel glaub ich, wo das Urheberrecht von einem Präsidenten (Washington glaub ich) angezweifelt wurde. Wo hört einfache Verteilung auf und wo fängt kriminelle Verbreitung an? Was verurteilt man in diesem Zusammenhang alles? (Probehören eines neuen Liedes = strafbar?; Download eines Programmes fürs Austesten = strafbar?).

Das Urheberrecht ist ziemlich eindeutig.


Man brauch es sich nur mal vergleichen mit Strafen für echte Verbrechen: Diebstahl, Raub, Vergewaltigung, Erpressung, Untreue... Die Strafen dort sind oftmals pillepalle gegen das was in Urheberrechtsprozessen rauskommt.

Die Strafen sind es keineswegs. Hier geht es um Schadensersatz, was keine Strafe ist, sondern einfach nur eine Wiedergutmachung. Wie lange muss die Dame noch gleich ins Gefängnis? Wie viele Tagessätze muss sie an den Staat zahlen? Du vermengst hier einfach Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.


Das man nicht klaut und nicht morded lernt jeder Bürger, aber wer weiss schon noch genau was man in Sachen Urheberrecht darf und was nicht, unsere Jugendlichen werden kriminalisiert, die haben gar keine Ahnung wieso, weshalb, und viele Eltern auch nicht.....

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Dazu gibt es in den USA - wie auch hier - Gesetze problemlos für Jedermann zu kaufen. Zusätzlich weisen die Rechteinhaber ja auch überdeutlich darauf hin, dass die Weitergabe unrechtmäßig ist. Ein guter Tipp ist: Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man es einfach lassen oder jemanden Fragen, der es wissen könnte. Es ist übrigens Job der Eltern, ihre Kinder - im Rahmen deren Erziehung - auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Meine haben mir jedenfalls beigebracht, dass ich das Eigentum anderer zu respektieren habe, wenn ich möchte, dass auch mein Eigentum respektiert werden soll.


Wieviele Songs werden auf dem Schulhof von Walkmanhandy zu Walkmanhandy per Bluetooth getauscht?

Es ist doch für eine Verfolgbarkeit unerheblich, wie oft eine Tat begangen wird. Im Rahmen der Gesetzgebung kann auf die Verfolgbarkeit eingewirkt werden, beispielsweise in dem man Parteien wählt, die gegen geistiges Eigentum sind. Dann könnte man langfristig den Tausch legalisieren. Derzeit ist dies aber weder in den USA noch hier in naher Zukunft (zum Glück, nota bene).


... In Zukunft wird man den Grashalm auf der Wiese des Bauern nicht mehr fotografieren dürfen ohne eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.

Das ist doch Unsinn. Allerdings ist das dabei entstandene Bild des Grashalms bereits jetzt geschützt. Ist doch auch nur fair, dass derjenige, der Arbeit in solch ein Bild investiert hat, auch alleine die Früchte ernten darf.

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